Gedenkstättenfahrt: Bericht zum Besuch der Gedenkstätte Ravensbrück am 06.09.25

Dieses Jahr jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Und doch scheint es heutzutage wichtiger denn je, den Opfern des deutschen Faschismus zu gedenken.

Um gemeinsam an die Frauen zu erinnern, die durch den Nationalsozialismus verfolgt, verhaftet und ermordet wurden, haben wir als SPD Frauen Berlin in einer Gruppe von ca. 30 Frauen am vergangenen Wochenende die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Ravensbrück besucht. 

Ravensbrück war das größte Frauen-Konzentrationslager des nationalsozialistischen Regimes. Die ersten Häftlinge kamen 1939 dort an, darunter vor allem politische Gefangene aus Deutschland und Österreich sowie Sintizze und Romnja. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden Frauen sowie auch Männer und Kinder aus den von den Nationalsozialisten besetzten Gebieten nach Ravensbrück verschleppt. Der Großteil dieser Gefangenen stammte aus Polen, der Sowjetunion und der Ukraine. Auch jüdische Frauen aus östlichen Vernichtungslagern wurden nach Ravensbrück transportiert.

Innerhalb des Lagers wurden Produktionsstätten für Arbeiten wie Schneidern, Weben und Flechten errichtet, die von den Gefangenen verrichten werden mussten. Zudem gab es ab 1942 neben dem KZ-Gelände Werkhallen der Firma Siemens & Halske in denen Häftlinge unter Zwang arbeiten mussten. 

Zehntausende Häftlinge wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente.

In Ravensbrück waren insgesamt ca. 130.000 Frauen und 20.000 Männer inhaftiert.

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verpflichtet uns, wachsam zu bleiben und die aktuellen faschistischen Tendenzen aktiv zu bekämpfen. Nie wieder darf Hass über Menschlichkeit triumphieren. Es liegt an uns allen, die Erinnerung lebendig zu halten.
Als SPD FRAUEN Berlin werden wir auch in Zukunft, unseren Beitrag dafür leisten, dass wir gemeinsam für eine demokratische, solidarische und vielfältige Zukunft eintreten. 

#NieWieder

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